Axel Watzke, Christian Lagé, Steffen Schumann (Hg.) 2007: Plan B – Kulturwirtschaft in Berlin. Berlin. 432 S.

Ein schon älterer, aber sehr anregender Sammelband  ist das Ergebnis eines Projekts (Heikonaut) einer Initiative von anschlaege.de und dem (Ost-)Berliner Bezirk Lichtenberg, das von der HOWOGE, einer Berliner Wohnungsbaugesellschaft, und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung finanziert wurde.

In diesem Projekt wurden die Potenziale für die Entwicklung der Kreativwirtschaft ausserhalb des Berliner S-Bahn-Rings im Bezirk Lichtenberg untersucht. Die Ergebnisse dieses Projektes werden in diesem Band vorgestellt und durch viele anregende Einzelbeiträge ergänzt, die das Thema aus unterschiedlichen lokalen und globalen Perspektiven beleuchten, und die einen facettenreichen
Einblick in die Realitäten von Bewohnern des Stadtbezirks Lichtenberg geben, die dort in der Kulturwirtschaft tätig sind. Plan B, der Titel
des Buches, steht dabei für die Hoffnung, dass die Kulturwirtschaft der Strohhalm ist, an den sich die Stadt Berlin gut klammern kann. Die Berichte aus dem kreativen Raumschiff Lichtenberg, die dieser Band enthält, machen Mut. Bei so viel Kreativität, wie sie hier am Beispiel eines Stadtbezirks der Metropole präsentiert wird, muss es dem Bürgermeister nicht bange um die Zukunft der Stadt Berlin werden.  Stadtplanern und Wirtschaftsförderern, die die Kreativwirtschaft neu entdeckt haben, sei empfohlen, dieses sehr handliche und schön illustrierte Buch nicht nur durchzublättern, sondern sich daraus Anregungen für die nüchterne und geduldige Annäherung an ein schwieriges und wenig spektakuläres Handlungsfeld zu holen.
Klaus R. Kunzmann

 

Quelle: disP 177, 2/2009, S. 94

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