Michael Feldtkötter: Das Fahrrad als städtisches Verkehrsmittel. Untersuchungen zur Fahrradnutzung in Düsseldorf und Bonn. Mannheim 2003 (Studien zur Mobilitäts- und Verkehrsforschung 6). 212 S.

In der rasch wachsenden Reihe des AK Verkehr der DGfG bildet die Dissertation von Herrn MICHAEL FELDKÖTTER einen handfesten Beitrag zum besseren Verständnis der Bedingungen für die Nutzung bzw. Nichtnutzung des Fahrrades in der innerstädtischen Alltagsmobilität.

Besonders anregend ist dabei der drei Fünftel umfassende empirische Teil, dessen Grundlage umfangreiche postalische Befragungen in Alt-Bonn und einem Düsseldorfer Stadtteil bilden. Die Fahrradnutzung wird dabei nicht über Mobilitätsdaten, sondern über das vorwiegende Verhalten und seine Begründungen sowie allgemeine Prioritäten zur Infrastruktur erfasst und differenziert ausgewertet.
Bei insgesamt wesentlich stärkerer Fahrradnutzung in Bonn zeigen sich deutliche Zusammenhänge sowohl mit persönlichen Merkmalen als auch mit der Infrastruktur. Stärker zu diskutieren wäre noch der Einfluss von Lebensstilen (Postmodern-Intellektuelle nutzen das Rad am häufigsten), die ihrerseits auch das politische Milieu und damit den Stellenwert des Infrastrukturausbaus prägen dürften. Aufschlussreich ist die faktorenanalytisch aus 15 Präferenzen entwickelte Typisierung danach, was den Befragten beim Altagsradeln wichtig ist.    
Autor: Rolf Mohnheim

Quelle: Erdkunde, 58. Jahrgang, 2004, Heft 4, 365

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