Carmella Pfaffenbach: Die Transformation des Handelns. Erwerbsbiographien in  Westpendlergemeinden Süd-thüringens. Stuttgart 2002 (Erdkundliches Wissen 134). 240 S.

Die Autorin setzt sich mit den Auswirkungen der deutschen Wiedervereinigung und der Transformation auf das persönliche Handeln, die Biographie und den Alltag aus der Sicht der Betroffenen auseinander.

Die theoretischen Bezüge und den Hintergrund der Interpretationen für ihre handlungstheoretische Transformationsforschung findet die Autorin in der Strukturationstheorie und der Individualisierungsthese. Nach der Diskussion von Konzeption und methodischem Vorgehen (Kap. I) steht die Analyse der strukturellen Transformation in der ehemaligen DDR im Mittelpunkt (Kap. II), wobei die soziale und räumliche Mobilität, die Veränderungen der Sozial- und Wirtschaftsstruktur, die sozioökonomischen und baulichen Strukturen in den Untersuchungsgemeinden sowie der Wandel der Ressourcen im Untersuchungsgebiet die wesentlichen Teilaspekte dieser Analysen darstellen. Die Auswirkungen der Transformation auf die Handlungen von Personen werden in Kapitel III analysiert, indem die Autorin durch Einbeziehung sowohl quantitativer als auch qualitativer Verfahren in überzeugender Weise sieben Typen unterschiedlicher Erwerbsbiographien herausarbeitet. Im abschließenden Kapitel IV werden die theoretischen und methodischen Fragen der Untersuchung eingehend reflektiert. Insbesondere hierdurch wird die Arbeit zu einem wichtigen und sehr lesenswerten Beitrag zur Tranformationsforschung.    
Autor: Helmuth Toepfer

Quelle: Erdkunde, 59. Jahrgang, 2005, Heft 1, S. 71

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